Ein KI-Telefonassistent kostet in Deutschland im Einstieg 40 bis 99 Euro pro Monat. Nutzungsbasierte Tarife liegen bei 0,08 bis 0,30 Euro pro Minute oder rund 0,28 Euro pro Konversation. Enterprise-Pläne beginnen bei etwa 390 bis 500 Euro. Dazu können Einrichtungsgebühren zwischen 0 und 499 Euro kommen. (Quelle: eigene Markterhebung Juli 2026)
Inhaltsverzeichnis
- Woher die Zahlen stammen
- Die vier Preismodelle erklärt
- Was den Preis treibt
- Rechenbeispiele für drei Betriebsgrößen
- Versteckte Kosten erkennen
- Gibt es KI-Telefonassistenten kostenlos?
- KI-Telefonassistent oder klassischer Telefonservice
- Preisunterschiede in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Häufige Fragen zu den Kosten
Woher die Zahlen stammen
Alle Preisspannen auf dieser Seite stammen aus einer eigenen Markterhebung vom Juli 2026. Ausgewertet wurden 88 öffentlich einsehbare Preispläne von Anbietern im DACH-Raum, ergänzt um Preise, die erst im Bestellprozess sichtbar werden. Einzelne Anbieter nennen wir bewusst nicht, weil sich deren Tarife monatlich ändern können. Die Spannen bilden den Markt ab, nicht ein einzelnes Angebot.
Eine Einordnung vorab: Wer noch klärt, was ein KI-Telefonassistent überhaupt leistet, findet die Grundlagen im Beitrag was ein KI-Telefonassistent ist. Diese Seite hier konzentriert sich auf die Kostenfrage.
Die vier Preismodelle erklärt
Der Markt hat vier Abrechnungslogiken herausgebildet. Welche für Sie günstig ist, hängt fast ausschließlich von Ihrem Anrufvolumen und dessen Schwankung ab.
| Preismodell | Typischer Preis (DE, Juli 2026) | Geeignet für | Größtes Risiko |
|---|---|---|---|
| Abo mit Freiminuten | 40 bis 99 €/Monat im Einstieg | planbares Volumen | Zusatzminuten nach Verbrauch der Inklusivminuten |
| Pay-per-Use | 0,08 bis 0,30 €/Minute | stark schwankendes Volumen | Kosten wachsen mit jedem Gespräch mit |
| Konversationsmodell | rund 0,28 €/Konversation | viele kurze Anrufe | Grundgebühr kommt meist dazu |
| Enterprise | ab etwa 390 bis 500 €/Monat | hohe Volumina, Compliance-Anforderungen | Jahresbindung, individuelle Preisfindung |
Abo mit Freiminuten
Das häufigste Modell: eine feste Monatsgebühr, in der ein Minuten- oder Anrufkontingent enthalten ist. Die Einstiegsstufen liegen in Deutschland bei 40 bis 99 Euro pro Monat. Der Vorteil ist die Planbarkeit. Die entscheidende Frage beim Vergleich lautet, wie viele Minuten enthalten sind und was jede weitere Minute kostet.
Pay-per-Use
Hier zahlen Sie nur die tatsächlich geführten Gesprächsminuten, marktüblich 0,08 bis 0,30 Euro pro Minute. Häufig kommt eine kleine Grundgebühr für die Rufnummer dazu. Das Modell lohnt sich bei geringem oder saisonal stark schwankendem Volumen. Bei konstant vielen Anrufen wird ein Abo fast immer günstiger.
Konversationsmodell
Enterprise
Ab etwa 390 bis 500 Euro pro Monat beginnen Enterprise-Pläne. Sie enthalten üblicherweise hohe Kontingente, mehr parallele Leitungen, individuelle Integrationen und vertragliche Service-Level. Die genauen Preise entstehen in der Verhandlung. Für die meisten KMU ist diese Stufe erst ab mehreren Hundert Anrufen pro Monat relevant.

Was den Preis treibt
Vier Faktoren bestimmen, wo Sie innerhalb der genannten Spannen landen.
Das Gesprächsvolumen ist der stärkste Hebel. Ob Sie 100 oder 1'000 Minuten im Monat verbrauchen, entscheidet über die passende Tarifstufe und darüber, ob Zusatzminuten anfallen.
Parallele Anrufe sind der zweitgrößte Preistreiber. Günstige Einstiegstarife nehmen oft nur ein Gespräch gleichzeitig an. Wer Anrufspitzen hat, etwa eine Praxis am Montagmorgen, braucht mehrere parallele Leitungen, und die kosten in höheren Tarifstufen spürbar mehr.
Integrationen schlagen ebenfalls zu Buche. Die reine Anrufannahme mit E-Mail-Zusammenfassung ist im Einstieg enthalten. Kalenderanbindung, CRM-Übergabe oder Praxissoftware-Schnittstellen sind je nach Anbieter erst in mittleren oder oberen Tarifen freigeschaltet.
Vertragliche Service-Level bilden den vierten Faktor. Eine garantierte Verfügbarkeit mit definierten Reaktionszeiten findet sich am Markt fast nur in Enterprise-Plänen. CallButler bietet als Ausnahme ein vertragliches SLA von 99,9 Prozent in jedem Plan.
Rechenbeispiele für drei Betriebsgrößen
Alle Beispiele rechnen mit einer Annahme von durchschnittlich 2,5 Minuten pro Gespräch und den Marktspannen aus der Erhebung vom Juli 2026. Ihre tatsächlichen Werte können abweichen.
Ein-Personen-Unternehmen mit 30 Anrufen im Monat
30 Anrufe ergeben rund 75 Gesprächsminuten. Im Pay-per-Use-Modell kostet das 6 bis 22,50 Euro zuzüglich Grundgebühr. Im Konversationsmodell sind es 8,40 Euro zuzüglich Grundgebühr. Ein Einstiegs-Abo für 40 bis 49 Euro deckt dieses Volumen locker ab, lohnt sich aber nur, wenn Sie die Planbarkeit und die enthaltenen Funktionen wollen. Zum Vergleich: Ein klassischer Telefonservice käme bei 0,59 bis 1,79 Euro pro Anruf auf 17,70 bis 53,70 Euro.
KMU mit 150 Anrufen im Monat
Praxis mit 400 Anrufen im Monat
400 Anrufe ergeben rund 1'000 Minuten, dazu kommen Anrufspitzen mit mehreren Gesprächen gleichzeitig. Pay-per-Use kostet 80 bis 300 Euro, das Konversationsmodell 112 Euro zuzüglich Grundgebühr. Ab diesem Volumen werden Enterprise-Pläne ab 390 bis 500 Euro interessant, weil sie parallele Leitungen und Software-Anbindung enthalten. Ein klassischer Telefonservice käme auf 236 bis 716 Euro, oft mit Zuschlägen für Abend- und Wochenendannahme.

Versteckte Kosten erkennen
Der beworbene Monatspreis ist selten der Endpreis. Fünf Positionen sollten Sie vor der Unterschrift prüfen.
- Zusatzminuten: Nach Verbrauch der Inklusivminuten kosten weitere Minuten oft mehr als im Pay-per-Use-Tarif desselben Anbieters.
- Einrichtungsgebühren: In der Erhebung lagen Setup-Gebühren zwischen 0 und 499 Euro. Manche Anbieter erlassen sie bei Jahresvertrag, was die nächste Position teurer macht.
- Funktions-Add-ons: SMS-Versand, zusätzliche Kalender oder weitere Standorte werden teils einzeln bepreist.
Eine seriöse Preisseite beantwortet alle fünf Punkte, ohne dass Sie den Vertrieb kontaktieren müssen.
Gibt es KI-Telefonassistenten kostenlos?
Dauerhaft kostenlos ist am Markt kein vollwertiger KI-Telefonassistent, und das hat einen einfachen Grund: Jede Gesprächsminute verursacht beim Anbieter reale Kosten für Telefonie und Sprach-KI. Was es gibt, sind drei ehrliche Varianten des Gratis-Einstiegs.
Kostenlose Testphasen von 7 bis 14 Tagen sind verbreitet, teils mit begrenztem Minutenkontingent. Bei CallButler sind es 14 Tage ohne Kreditkarte. Daneben existieren Free-Tarife einzelner Anbieter mit wenigen Freiminuten pro Monat, die für einen Praxistest reichen, für den Betrieb aber nicht. Die dritte Variante ist der Testanruf: Sie rufen eine Demonummer an und hören das Produkt, bevor Sie Daten hinterlassen.
KI-Telefonassistent oder klassischer Telefonservice
Klassische Telefonservices mit menschlichem Sekretariat rechnen pro Anruf ab, marktüblich 0,59 bis 1,79 Euro, häufig mit Grundgebühr und Zuschlägen außerhalb der Bürozeiten. Bei 30 Anrufen im Monat ist der Kostenunterschied zum KI-Modell klein. Ab etwa 100 Anrufen öffnet sich die Schere deutlich, weil der KI-Preis pro zusätzlichem Anruf kaum steigt, der menschliche aber linear mitwächst.
Ein Rechenweg für Ihren eigenen Vergleich: Multiplizieren Sie Ihre monatlichen Anrufe mit dem Pro-Anruf-Preis des Telefonservices und stellen Sie das Ergebnis der passenden KI-Tarifstufe gegenüber. Vergessen Sie dabei die Anrufe außerhalb der Bürozeiten nicht, denn genau diese nimmt ein menschliches Sekretariat oft nur gegen Zuschlag oder gar nicht an.
Der Preis ist dabei nur ein Kriterium. Wo geschulte Mitarbeiter flexibler reagieren und wo die KI durch 24/7-Annahme punktet, behandelt der ausführliche Vergleich zum klassischen Telefonservice.
Preisunterschiede in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Deutschland ist der transparenteste und günstigste Markt im DACH-Raum. Einstiegspreise von 40 bis 99 Euro und öffentlich einsehbare Tarife sind hier der Standard.
Österreich zeigt ein anderes Bild: Der Großteil der erhobenen AT-Pläne nennt Preise nur auf Anfrage. Wer in Österreich vergleicht, muss also Angebote einholen oder auf DACH-weit tätige Anbieter mit öffentlicher Preisliste ausweichen.
Autorenbox: Andreas Hächler, CMO CallButler